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Rund um die Hochburgen des Brombeerzipfelfalterkults bei Füssen und Nesselwang, in den Lechauen und bis in die Vororte von Kempten wurde der unschuldigen Kreatur aus reiner Trieblastigkeit nachgestellt. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als Missionare ihren Einfluß auf die Gebräuche der Ureinwohner geltend machen konnten, erholten sich die Bestände des Falters zögerlich. Während der Fünfziger Jahre kam mit der Einführung der einklassigen Baum- und Borkenschulen die Aufklärung in den Landstrich und setzte dem Aberglauben Schranken. Dennoch ging auch in der Allerneuesten Zeit die Jagd auf den Falter weiter. Nach Abschaffung des Tauschhandels im Allgäu, befanden sich Zahlungsmittel in Form von nummerierten Brombeerzipfelfaltern für kurze Zeit im Umlauf, was sich aber als bröselige Sackgasse auf dem Weg zur Geldwirtschaft erwies. Während der ausgehenden Nachkriegszeit kamen die Raupen des Brombeerzipfelfalters zum Einsatz. Getrocknet und mit einem kleinen Bohrkanal versehen trugen sie als Dübel zum Wiederaufbau bei. Längst jedoch sind die Regale in Baumärkten von Brombeerzipfelfalterraupendübeln freigeräumt. Dank der Doris-Schröder-Köpf-Stiftung ist es nun möglich, den Bestand der bedrohten Kreatur in extra Zuchtstationen, sogenannten Faltereien, zu sichern. Ein Teil der Spendengelder fließt in Galanterie-Kurse, welche den männlichen Allgäuern kostenlos angeboten werden, damit sie Grundkenntnisse in der modernen Brautwerbung erlangen können und fürderhin des Brombeerzipfelfalters nicht mehr bedürfen. Dank dieser Maßnahmen darf sich heute der Brombeerzipfelfalter weitgehend sorgenfrei über unsere Feuchtgebiete, Waldränder und Lichtungen in die Lüfte der Voralpen erheben. |
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